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Ginkgo biloba

         

 

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Ginkgo biloba

Der Ginkgo oder Ginko (Ginkgo biloba), deutsch Fächerblattbaum oder Fächerbaum ist eine als lebendes Fossil bekannte Baumart. Obwohl der Ginkgo Laubbäumen ähnlich sieht, gehört er wie die heutigen Nadelbäume zu den Nacktsamern. Der 30 m bis 40 m hoch wachsende Ginkgobaum ist ein sommergrüner Laubbaum. Er gehört entwicklungsgeschichtlich zu den ältesten Pflanzenarten der Erde und stellt das Bindeglied zwischen Farnen und Nadelhölzern dar.

 

Der Baum stammt aus Ostasien, wo er auch wegen seiner Samen oder als Tempelbaum kultiviert wird; er wurde von holländischen Seefahrern aus Japan nach Europa gebracht und wird hier seit 1730 n. Christi als Zierbaum gepflanzt.

 

Ginkgopflanzen existieren schon seit dem Unterperm, vor 290 Millionen Jahren. Ab dem Jura gab es die Gattung Ginkgo. Vom Jura bis zur Kreide hatten die Ginkgophyta eine weltweite Verbreitung, deshalb kann man Fossilien von dem Ginkgo nahe verwandten Arten auch in Mitteleuropa finden. Aufgrund seiner langen Entwicklungsgeschichte und einer Reihe von ursprünglichen Merkmalen gilt der Ginkgo biloba als das älteste lebende Fossil der Pflanzenwelt.

 

Der Ginkgo ist ein sommergrüner Baum, er wirft im Herbst seine Blätter ab. Er erreicht in etwa 100 Jahren eine Höhe von bis zu 40 Metern. Der junge Baum wächst meistens schlank und auffallend gerade in die Höhe. Dies ändert sich zunehmend beim älteren Baum, dessen Äste sich immer mehr in die Waagerechte bewegen und so eine ausladende, mächtige Krone bilden können. Meistens besitzt der Ginkgo zwei Haupttriebe, von denen der eine aber schwächer ausgebildet ist.

 

Auffällig und sehr charakteristisch sind die fächerförmigen, breiten Blätter, die in der Mitte mehr oder weniger stark eingekerbt sind. Kaum ein Ginkgo-Blatt gleicht dem anderen; Blätter von jungen Bäumen sind deutlich anders geformt als die von alten Bäumen. Sie sind zu Beginn ihres Wachstums im Frühjahr hellgrün und dunkeln über den Sommer nach, im Herbst färben sie sich auffallend hellgelb und fallen schließlich etwa Anfang November ab.

 

Der Ginkgo ist zweihäusig, es existieren also männliche und weibliche Pflanzen. Die Bäume unterschiedlichen Geschlechts sind bis zur Geschlechtsreife, die erst im Alter zwischen 20 und 35 Jahren erfolgt, äußerlich kaum voneinander zu unterscheiden. Der Ginkgo blüht im März, wobei die männlichen Blüten auffälliger als die weiblichen sind. Letztere stehen an mehrjährigen Kurztrieben und reifen nach der Befruchtung zu einem Samen mit essbarem Kern.

 

 

                                                                 Männliche Blütenstände des Ginkgo

Die äußerlich den Mirabellen ähnlichen Samen besitzen eine harte und weiche Samenschale; letztere entwickelt bei der Reifung einen unangenehmen Geruch nach Buttersäure.

 

                                         Reife Ginkgo-Samen am Baum  

 

Nutzung als Zierbaum

Der unangenehme Geruch nach Buttersäure der Samen führt dazu, dass in Europa vornehmlich männliche Ginkgobäume aus Stecklingen angepflanzt werden. Ganz entgegengesetzt dazu werden in China und Japan vorwiegend weibliche Bäume als Straßen- und Alleebäume gesetzt. Damit eine Befruchtung stattfinden kann, werden in Asien männliche und weibliche Bäume nebeneinander gepflanzt.

 

 

                                                                       Reife Ginkgo-Samen am Baum

Aufgrund seiner Resistenz gegen Schädlingsbefall und seiner Anspruchslosigkeit wird der Ginkgo weltweit als Stadtbaum angepflanzt. In Berlin hat langjährige Kultur als Straßenbaum gezeigt, dass er resistent gegen Autoabgase und Streusalz ist. Allerdings ist der junge Baum frostempfindlich.

 

 

Herbstlaub und Samen am Boden

Die Vermehrung des Ginkgo erfordert auch von einem Gärtner viel Geduld. Nur etwa 30 Prozent aller Stecklinge gehen nach sehr langer Zeit an. Bis zur Keimung eines jungen Ginkgo können mehr als zwei Jahre vergehen. Stecklinge sind im Allgemeinen schwachwüchsiger als Sämlingspflanzen. Bei der Vermehrung durch Samen muss deren äußere, fleischige Hülle sorgfältig entfernt werden.. Sie keimen ohne Probleme auf der Fensterbank. Frische Samen sammelt man im Spätherbst unter weiblichen Bäumen, die in weniger als 100 m Entfernung von männlichen Bäumen stehen, um Befruchtung der Samen zu gewährleisten.

 

 

                                                                          Herbstfärbung von  Ginkgoblättern

Blattwerk des Ginkgo

Neben den als typisch zu bezeichnenden, häufig anzutreffenden säulenförmigen Sorten des Ginkgo biloba, kommen auch breitwüchsige Sorten wie der 'Horizontalis' oder 'Fairmount' vor. Seltener sind kugelförmige Sorten wie der 'Globus' oder 'Globulus' zu finden, ganz selten der schirmförmig überhängende, in jungen Jahren recht langsam wachsende 'Pendula'.

 

                                                   Junger Ginkgobaum

Rinde und Blatt vom Ginkgo

Geschichte des Ginkgo als Zierbaum

Der Ginkgo fand ab etwa 1000 n. Chr. in ganz Ostasien als Tempelbaum Verbreitung und gelangte dabei auch auf die Koreanische Halbinsel sowie nach Japan.

 

Die erste ausführliche westliche Beschreibung stammt von dem deutschen Arzt und Botaniker, der während seines zweijährigen Aufenthaltes in Japan (1690 bis 1691) die japanische Pflanzenwelt intensiv erforschte und sein Material in dem 1712  gedruckten Werk Amoenitates Exoticarum publik machte. 1730 soll der erste Ginkgo Europas im botanischen Garten der Universität Utrecht in den Niederlanden gesät worden sein. Er steht heute noch dort und gilt als der älteste seiner Art außerhalb Asiens. Allerdings gibt es einen Baum im belgischen Geetbets bei Hasselt, der mit zirka 5 m Stammdurchmesser deutlich dicker und damit vermutlich älter ist als der in Utrecht.

 

Der Schlosspark Harbke (Sachsen-Anhalt) hat in seinem umfangreichen Baumbestand ebenfalls einen der ältesten deutschen Ginkgo biloba, der ca. 1758 gepflanzt wurde. Im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel befinden sich weitere alte Ginkgos, die um 1780 gepflanzt wurden. Auch in Mannheim und Dresden gibt es sehr alte Ginkgos. Im Jenenser Botanischen Garten (ehemaliger Garten Goethes) steht neben einem männlichen Ginkgo, den Goethe pflanzen ließ, heute auch ein weibliches Exemplar. Der älteste Ginkgo-Baum Deutschlands wurde etwa im Jahr 1750 gepflanzt und steht im Frankfurter Stadtteil Rödelheim.

Herbstfärbung des Ginkgo-Baumes

                                                      Herbstfärbung des Ginkgo-Baumes

 

Der Grund für die bis heute große Bedeutung des Ginkgo für Kunst, Kultur und Heilkunde liegt vor allem in der Asiatischen Philosophie und der ansprechenden Morphologie des Baumes und seiner Blätter. Das in der Pflanzenwelt einzigartige zweigeteilte Blatt und seine Zweihäusigkeit wurden schon früh mit dem Symbol des Yin-Yang, in enge Verbindung gebracht. Die schlanke aufstrebende Wuchsform des Ginkgo repräsentiert nach asiatischer Philosophie das Yang und wird mit Aktivität und Lebenskraft gleichgesetzt, während zugleich die Blätter aufgrund ihrer fächerartigen Form das Yin, also Sanftheit und Weichheit, darstellen. Diese Interpretation führte frühzeitig dazu, dass der gesamte Baum als pflanzliches Symbol der Harmonie betrachtet wurde.

 

 

Zusätzlich vereint der Ginkgo Langlebigkeit, Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit in sich, was zu seiner Beliebtheit und Verehrung als Kultur- oder Tempelbaum beigetragen hat.

Da der Ginkgo nachweislich so gut wie keine Schädlinge hat und er in nahezu jedem Klima und in jedem Boden gedeiht, kann er unter günstigen Bedingungen ein hohes Alter erreichen. In Asien sind Bäume bekannt, die ein Alter von 1.000 Jahren erreicht haben sollen (in einigen Berichten ist gar von 4.000 Jahre alten Pflanzen die Rede), weshalb der Ginkgo schon seit langem als kraftspendend und lebensverlängernd verehrt wird.

 

Alte Bäume können auf der Unterseite kräftige Äste sowie am Stamm wurzelartige Wucherungen ausbilden, die einige Meter lang werden und in ihrer Form an weibliche Brüste erinnern. Es wird vermutet, dass es sich um Stützwurzeln handelt, die zu Unterstützung des gesamten Baumes auf weichem Grund dienen, doch genauere Erkenntnisse liegen derzeit noch nicht vor.

 

Verwendung als Nahrungsmittel

Ginkgo-Samen ohne Sarcotesta

In Asien wurden mehrere Zuchtreihen des Ginkgobaumes mit verschiedenen Qualitäten als Nahrungspflanze gezüchtet. Genutzt werden vor allem der Kern des Samens. In Japan dienen die geschälten (d.h. von Sarco- und Sklerotesta befreiten) Ginkgosamen als Beilage zu gebratenem Fisch. Sie werden aber auch als Knabberei und Suppeneinlage verwendet. Dazu werden die Samen blanchiert und die Haut entfernt. In Europa sind Ginkgosamen meist nur als Konserven erhältlich. Geröstete und gehackte Kerne dienen als Gewürz in der asiatischen Küche.

 

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Verwendung in der Pflanzenheilkunde, Wirksamkeit

Als Heilmittel wurden die Blätter bereits zwischen dem 300 v. Chr. und 200 n. Chr. verwendet. Li Shi-chen verfasste 1595 das umfangreiche, 52 Bände große Ben Cao Gan Mu, in dem die Heilkräfte des Ginkgo bereits detailliert festgehalten wurden. Ginkgoblätter dienten schon im Mittelalter zur Behandlung von Asthma, Bronchitis.

 

 

In der heutigen Heilkunde wird dem Ginkgo (Samen und Extrakte aus Blättern) vornehmlich eine durchblutungsfördernde Wirkung zugesprochen. Pflanzenteile oder Extrakte werden daher zum Zwecke einer mentalen Leistungssteigerung durch eine mutmaßlich verbesserte Durchblutung des Gehirns eingenommen. Wegen der angenommenen durchblutungsfördernden Wirkung sowie der antioxidativen und neuroprotektiven Eigenschaften von Ginkgo biloba werden Extrakte dieser Pflanze mitunter auch zur begleitenden Behandlung eines Glaukoms eingesetzt. Zur Wirksamkeit als Schutz vor Arteriosklerose werden darüber hinaus medizinische Studien mit Ginkgo-Extrakt durchgeführt.

Es gibt einige wissenschaftliche Studien, die auf die Wirksamkeit von Ginkgo-Extrakten bei Demenz hindeuten.

 

 

                                                           Herbstfärbung von Ginkgoblättern

Baum des Jahrtausends

Zum Jahrtausendwechsel erklärte das „Kuratorium Baum des Jahres“ Ginkgo biloba zum Mahnmal für Umweltschutz und Frieden und zum Baum des Jahrtausends.

 

 

Namensvielfalt des Ginkgo

Der Ginkgo hat im Laufe der Jahrhunderte eine Vielzahl von Namen erhalten. Der Name leitet sich ursprünglich vom chinesischen Yín Xìng, wörtlich „Silberaprikose“, her, ein Hinweis auf die silbrig schimmernden Samenanlagen, erstmals bezeugt im Jahr 1578. Im Laufe der Zeit gelangte der Name von China nach Japan und verwandelte sich dort zu Ginky. Gin bedeutet dabei „Silber“ und Ky „Frucht“.

 

 

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